Vortrag im Kloster Bronnbach

Horn-Gespräche

Unser ganzheitlicher Servicegedanke bedeutet, dass wir uns auf unsere Kunden einlassen, ihre Bedürfnisse und Gegebenheiten kennen und zuverlässig für Sie da sein wollen. Der berufliche Alltag bringt viele Berührungspunkte, Austausch über technische, logistische oder wirtschaftliche Themen.

Unsere Idee ist, über das Tagesgeschäft hinaus eine Plattform zu schaffen, um mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen über interessante Themen, Ideen und Projekte, die uns anregen und verbinden. Denn diese bewegten Zeiten mit ihrer oft undurchschaubaren Komplexität machen es uns schwer, Stabilität, Kooperation und Vertrauen im beruflichen Umfeld zu verwirklichen. Wir wollen mit der Veranstaltungsreihe „Horn-Gespräche“ ein kleines Zeichen setzen und diesem „stressigen“ Zeitphänomen etwas entgegensetzen.

2. WERTHEIMER HORN-GESPRÄCHE

Im Jahr 2014 fielen die Horn-Gespräche mit dem 110 jährigen Jubiläum der Horn-Verpackung zusammen und wurden deshalb auch Bestandteil der Jubiläumsfeierlichkeiten. Der Vortrag des Kunsthistorikers Michael Stockhausen, der als Dozent an der Universität Bonn lehrt, hatte den Titel: „Peel slowly and see - Von der Kunst der Verpackung zu der Verpackung in der Kunst“ und bot für alle Beteiligten viel interessanten Gesprächsstoff. Stockhausen beleuchtete im Barocksaal der Hofhaltung in Wertheim die Bedeutung von Verpackung zunächst an Beispielen aus der Natur. Er machte die Bananenschale als intelligenteste aller Verpackungen aus, die dem Vortrag auch seinen Titel gab. Die Banane von Andy Warhol zierte 1995 das gleichnamige Plattencover von The Velvet Underground. Die Popartisten waren auch diejenigen Künstler, die mit dem Aufkommen der schönen neuen Warenwelt die Verpackung selbst als Kunstobjekt interpretierten. Stockhausen versuchte dem Phänomen Verpackung von vielen Seiten auf die Spur zu kommen. Von Definitionen aus dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm von 1854, die die Verpackung vor allem wegen ihrer „Anpacklichkeit“ hervorhoben zum Phänomen Kleidung, die letztendlich auch als Verpackung fungiert. Er führte die Zuhörer geschickt durch eine virtuelle Ausstellung und schlug den Bogen von Sarkophagen und Reliquienschreinen als letzte Verpackung über den berühmtesten künstlerischen Großmeister des Verpackens Christo, der ganze Landstriche, Küsten, Luft, das Meer oder den Berliner Reichstag verpackte bis hin zu Werken, die sich mit der philosophischen Frage des Leibes als Verpackung der Seele beschäftigten. Immer wieder schaffte er es die Brücke zu Alltäglichen zu schlagen und warf zwischendurch auch einen kunsthistorischen Blick auf Verpackungskunst aus dem Hause Horn.

Seine leichten, eingängigen und zugleich immer tiefgründigen Ausführungen fanden Ihren Höhepunkt in der Interpretation des Firmenzeichens oder sogenannten keyvisuals der Horn-Verpackung, dem Schmetterling, der nicht nur Bild für die Entfaltung des zunächst „verpuppten“/verborgenen Inhalts in seiner (Horn-) Verpackung ist, sondern seit der griechischen Antike auch als Sinnbild und Verkörperung der wandelbaren Seele gilt.

Geschäftsführer Andreas Horn hob die Bedeutung des Nachdenkens über die tiefere Bedeutung von vermeintlich Alltäglichem hervor und dankte Michael Stockhausen für die vielen Anregungen für die Horn-Gespräche, die an diesem Abend im benachbarten Arkadensaal der Hofhaltung weitergeführt wurden.

1. BRONNBACHER HORN-GESPRÄCHE

Im beschaulichen Kloster Bronnbach fand am 11. Oktober 2012 unsere Auftaktveranstaltung statt, die 1. Bronnbacher Horn-Gespräche, unter dem
Motto: „Die Zukunft ist jetzt“.

Für den Vormittag waren 2 Referenten geladen. Zuerst informierte uns Alexandra Waltritsch von der IHK Heilbronn kompetent und kurzweilig über die Auswirkungen der demografischen Entwicklungen auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft und gab wertvolle Hinweise wie diese Herausforderungen zu meistern sind.

Das Thema des zweiten Referenten, Oskar Lingk, war: „Zukunftsfähige Systeme: Werte und Visionen eines Abiturienten“. Er schilderte aus der Sicht eines jungen Menschen, der noch vor seiner beruflichen Entscheidung steht, welche Werte er in den bestehenden Systemen in Gesellschaft und Wirtschaft mit ihrer Ausrichtung auf exponentielles Wachstum vermisst und zeigt bereits praktizierte Alternativsysteme auf, die zukunftsfähig sind und Mut machen. Aufgrund der positiven Resonanz auf diesen gut recherchierten und engagierten Vortrag haben wir uns entschlossen, diesen Vortrag über Youtube allen Interessierten zugänglich zu machen:

 

Sektempfang, Kaffeepause, Mittagessen und Klosterführung ließen zwischendurch natürlich Zeit für Gespräche und Austausch.

Am Nachmittag fand für interessierte Kunden eine Führung durch die Produktion
statt. Wir haben einige Impressionen und Statements dieses Tages auf Video
zusammengestellt:

1. Teil: Kloster Bronnbach

 

2. Teil: Führung durch die Produktion

 

Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmal bei allen Beteiligten für diesen
freudvollen, inspirierenden und entspannten Tag und freuen uns schon auf die
2. Horn-Gespräche.

Martin Wohlfarth, Andreas Horn, Anita Horn-Lingk und das ganze Organisationsteam